Bewegung geht immer von einem Standpunkt aus
Bewegung als solche wird im Sinn und Auge des Betrachters nur von dessen Standpunkt aus wahr genommen.
An diesem Beispiel zeigt sich, dass sich scheinbar Gegensätzliche einfach verbinden lässt.
Elemente wie Gleichgewicht, Rhythmus, Plan und Spiel nehmen dabei eine Schlüsselposition ein.
Sport, Musik und Natur sind grenzenlos kombinierbar.
Sie sind sie zwar eng miteinander verwoben, lassen sich jedoch gleichzeitig scharf voneinander trennen.
Was sie zusammen auftreten lässt?
Sie haben eine gemeinsame Bühne
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Das Dreieck von Sport, Musik und Natur
Sport ...
- ist (nur) eine körperliche Betätigung
- ist (nur) eine körperliche Bewegung
- ist eine körperliche Art, zu bewegen
"Bewegung" im Allgemeinen
- was ist Bewegung ?
- ist Bewegung alles?
- alles ist Bewegung
- alles bewegt sich
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Die Worte "Bewegung" und "bewegen" spielen im Leben eine Hauptrolle
Körpererfahrungen im Bereich von Musik und Natur können das Bewusstsein erweitern.
Der Mensch nimmt im Laufe seines Lebens gerade in diesem Zusammenspiel wertvolle Impulse wahr.
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Freude an Bewegung (Freiraum) und Sport als Pflicht ( Sicherheit)
Entfaltung und Einschränkung im Sport
"Bedeutung und Ziel muskülärer Bewegung lässt sich nur in dem Zusammenhang, d. h. aus der Situation heraus, in der sie geschieht, einschätzen und begreifen. Ohne den die Bewegung einbettenden Zusammenhang bleibt deren Sinn verborgen" Dieter Voigt
Grupe 1982 Grundthemen der Sportanthropologie
" In diesem sehr allgemeinen Sinne ist unsere Bewegung - wie unser Körper insgesamt - als konstitutiver Teil unserer Lebenswirklichkeit anzusehen. Etwas gestalten, ausdrücken und mitteilen,etwas erfassen und anfassen, etwas ergreien und umgreifen, etwas festhalten, etwas darstellen, sich irgendwohin bewegen oder von irgendetwas fort bewegen, das sind Beispiele dafür, was uns Bewegung im weitesten Sinne ist: einmal ist sie Vermittlung zur Welt, Zugang zu ihr, das Medium, durch das wir unserer Umwelt als dem Inbegriff tatsächlicher oder möglicher (oder symbolischer) Situationen zuwenden, auf Dinge und Personen zugehen, handeln, uns verständigen. Zeichen geben; und zum anderenist sie Wahrnehmung der Welt, durch die wir sie erfahren, erleben und erkennen. Beweggung ist eine Art Doppelmedium, sie ist ein Organ der Erfahrung und ein Instrument der Gestaltung in meinem."
Bewegung ermöglicht Raum für Unbegreifliches.
"Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung." (Kant)
Aus dieser unglaublichen Vielfalt an Eindrücken gilt es, Bedeutsames Wegweisendes herauszufiltern.
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Musik und Natur
verbinden
berühren
bewegen
und
verleihen Kraft
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"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann
und worüber zu schweigen unmöglich ist." Victor Hugo
Der Dirigent Celibidache über Bewegung, Klang und Ton:
"Was wissen wir vom Klang und schließlich vom musikalischen Ton?
Nicht viel mehr als der prähistorische Mensch, der, einem inneren Drang nach Freiheit folgend,
durch inspiriertes Suche ihn entdeckt und unwissentlich von Weltall geliehen hat. Was ist Klang?
Klang ist Bewegung. Klang ist Schwingung. Was bewegt sich? Die grobstoffliche Materie:
eine Saite, eine Luft- oder Metallmasse. Wir wissen, daß alles Bewegung ist.
Wenn Klang Bewegung ist, was unterscheidet den Klang, der MUSIK werden kann, von dem anderen,
von den andereren Bewegungen? Die ihm zugrundeliegenden spezifischen unverwechselbaren Strukturen:
die gleichen und gleichbleibenden Schwingungen. Für eine bestimmte Zeiteinheit dieselbe Zahl an Schwingungen.
Das ist das Wesen des musikalischen Tons."
Bewegung ist Leben
Folgende Zitate führen direkt in die Natur
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- "Das Publikum beklatscht ein Feuerwerk, aber keinen Sonnenaufgang". Christian Friedrich Hebbel
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"In Deutschland haben wir eine doppelbödige Diskussion:
Alle wollen zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß." Joachim Milberg
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"Lernen besteht in einem Erinnern von Informationen,
die bereits seit Generationen in der Seele des Menschen wohnen." Sokrates
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- „Es ist die wichtigste Kunst des Lehrers, Freude am Schaffen und Erkennen zu wecken."
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- "Freude am Schauen und Begreifen ist die schönste Gabe der Natur." Albert Einstein
Auf fruchtbarem Boden geht die Aussaat auf.
Das Sähen steht für Wahrnehmen, Reflektieren, Verändern, und Bewegen.
Das ernährende Ernten erfolgt dann nach Ende der Wachstumsphasen.
Die vier Jahreszeiten als Spiegelbild
In der Natur des Lebens und im Sport unterliegen wir ähnlichen Mechanismen.
Zyklen, die einerseits bestimmten Gesetzmäßigkeiten folgen — kontinuierlich ablaufen und andererseits Neuigkeit beinhalten — unberechenbar sind und einen "zufälligen" Ausgang haben.
Gewisse Regeln bestimmen Zeit, Gleichgewicht, timing, Regeneration, Wachstumsphasen.
Es besteht ein in sich geschlossenener Kreislauf.
Die Natur der Dinge ist offen (er)sichtlich ein Kunstwerk, das sich in allen Lebewesen wiederfindet.
Bewegungen im Allgemeinen- unsere geistigen, seelischen und körperlichen Erfahrungen - hinterlassen Eindrücke.
Persönlichkeitsentwicklung und Wachstum
Wenn Ordnungssysteme und Kreativität nebeneinander harmonieren, kann eine Einheit von Struktur und Chaos entstehen. Die Polaritäten Sicherheit — Freiheit verschmelzen. Das ist ein Nährboden für Weiterentwicklung.
Unsere Lebensläufe und Lebenswege sind das Ergebnis eines dynamischen Gleichgewichts von inneren und äußeren Kräften.
An diesen Kräften wachsen wir. Widerstand und Wachstum können jeweils in beide Richtungen Veränderung hervorrufen: gerade "Fortschritt Dank Bremsvorgang" und "Stillstand trotz Beschleunigung" wird oftmals unbewusst übergangen.